Kapitel 5: Fliegen übers Meer!

Palida: Hey Melchi! Na, was wollen wir heute machen? Wollen wir uns ein paar Bananen vom Baum schütteln?

Doxa: Ui, ja! Bananen essen! Es gibt nichts besseres!

Gelesen von Sprecher:
Jaja, Bärli, ups...ich meine Doxa. Immer Hunger. Während er aus dem Wasser steigt schüttelt er sich kräftig durch. Was da Wasser in einen solchen Bären reinpasst. Man kann fast meinen es regnet.

Melchior: Nein ihr zwei. Ich geh heute zur Eule. Ich hab ein paar Fragen an sie. Und ihr wisst ja. Sie weiß immer Rat.

Palida: Du willst durch den ganzen Wald für ein paar Fragen? Was ist es denn? Vielleicht kann ich dir helfen?

Melchior: Meinst du?

Palida: Klar, frag mich! Was willst du wissen?

Melchior: Ich weiß nicht, es ist schon eine schwere Frage!

Palida: Ach komm schon!

Melchior: OK...

Lied: Fliegen übers Meer

Strophe 1:

Melchior: Hast du dich nie gefragt, was dort hinter dem Horizont ist?
Hast du dich nie gefragt, was dort ist wo die Sonne ins Meer eintaucht?
Hast du dich nie gefragt, was denn eigentlich die Freiheit ist?
Fragst du dich so etwas nie?

Strophe 2:

Melchior: Habt ihr euch nie gefragt, wer ich bin und warum sonst keiner ist wie ich?
Habt ihr euch nie gefragt, warum ich anders bin als ihr?
Habt ihr euch nie gefragt, wo die sind, die so sind wie ich?
Fragt ihr euch so etwas nie?

Strophe 3:

Palida: Ich hab mich schon gefragt, warum wir unterschiedlich sind!
Ich hab mich schon gefragt, warum es sonst keinen gibt wie dich!
Doch ich weiß auch, das wir Freunde sind und das wir uns versteh´n.
Und seit dem frag ich nicht mehr.

Strophe 4:

Melchior: Ich frag mich jede Nacht, wo sie sind, die so sind wie ich.
Ich frag mich jede Nacht, ob sie da sind, wo die Sonne ins Meer eintaucht.
Ich frag mich jede Nacht, wie ich dort hinkommen kann.
Ich müsste...ich müsste fliegen können.

Refrain:

Melchior: Ich möchte fliegen übers Meer und die suchen, die so sind wie ich.
Ich möchte fliegen ganz weit weg.
Ich möchte fliegen übers Meer und die Freiheit und den frischen Wind spüren.
Ich möchte fliegen ganz weit übers Meer!

Strophe 5:

Doxa: Ich hab mich nie gefragt, wer du bist, denn ich mag dich.
Ich hab mich nie gefragt, was du bist, denn du bist gut so wie du bist!
Ich hab mich nie gefragt, wo sie sind, die so sind wie du.
Ich weiß nur, dass unsere Freundschaft zählt.

Strophe 6:

Melchior: Ich mag euch beide und das wisst ihr.
Ich mag euch beide, doch machmal sehne ich mich nach anderen die so sind wie ich.
Ich mag euch beide und ihr seid die besten Freunde die man sich nur wünschen kann.
Aber etwas in mir sucht die, die so sind wie ich.

Refrain:

Melchior: Ich möchte fliegen übers Meer und die suchen, die so sind wie ich.
Ich möchte fliegen ganz weit weg.
Ich möchte fliegen übers Meer, dort hin wo die Sonne im Meer versinkt.
Ich möchte fliegen ganz, ganz weit.

Ich möchte fliegen übers Meer und die suchen, die so sind wie ich.
Ich möchte fliegen ganz weit weg.
Ich möchte fliegen übers Meer und die Freiheit und den frischen Wind spüren.
Ich möchte fliegen ganz weit übers Meer!

Palida: Heißt das jetzt, du gehst von uns weg? Du suchst andere und wir sehen dich nie wieder?

Melchior: Nein, Palida. Ich suche nur andere Tiere wie mich. Ich bin kein Affe, ich bin kein Bär, kein Wolf, kein Hase, kein...ich weiß auch nicht. Kein Tier hier im Wald ist wie ich. Und heute gehe ich zur Eule und frage was ich bin. Die muss das doch wissen, die weiß doch sonst alles!

Doxa: Aber alleine gehst du den langen Weg nicht. Du brauchst ja den ganzen Tag dahin und zurück müssen wir ja auch wieder. Und wer soll dir denn bitte die Früchte aus dem Baum schütteln, wenn nicht ich....

Palida: ...und wer soll denn bitte deinen Rücken kraulen, wenn nicht ich?!?

Melchior: OK, OK. Wir machen uns zu dritt auf den Weg. Aber erst nach dem Essen. Plantschen macht hungrig.

Gelesen von Sprecher:
Und als eingespieltes Team im Obst-vom-Baum-schütteln holen sich die drei ein paar Früchte aus dem Waldstück direkt neben Melchiors Schlafplatz. Das heisst Doxa schüttelt, alles was herabfällt sammelt Melchior auf und Palida nascht schon mal.

Wobei Palida will es nicht recht schmecken. Sie denkt an die Worte von Melchior und an die lange Reise. Hoffentlich geht das alles gut; der Weg ich lang und viele fremde Tiere sind dort. Jeder spricht von der Eule und von ihren Wissen, aber was macht Melchi, wenn die Eule auch nicht weiter weiß? "Naja", denkt Palida, "Es wird schon alles gut gehen...."

Und nachdem nun alle gegessen hatten wird sich auf den Weg gemacht.

Letzte Änderung: 21.04.2009